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Eidechse kontra Arbeitsplätze

Ansicht von Gera
26.08.2022

Eidechse kontra Arbeitsplätze

Rathauskurier vom 26.August 2022

Ansicht von Gera

Um Gera auch zukünftig für seine Bürger*innen und Gäste angenehm und lebenswert gestalten zu können, ist die Ansiedlung von produzierendem Gewerbe und die diesen Prozess begleitenden handwerklichen Berufe wesentliche Voraussetzung. Das ist nicht neu und es gilt, das gemeinsame Handeln darauf auszurichten, denn noch immer hat Gera die dritthöchste Arbeitslosenquote in Thüringen.

Deshalb bemühen sich die Verantwortungsträger weiter um ansiedlungswillige Unternehmen, wie z.B. die Firma BAUERFEIND, die in Gera eine ca. 12 ha große Gewerbefläche sucht. In Bieblach-Ost wurde eine verwilderte Brachfläche eines „Abrissgebietes“ als geeignet hierfür ausgemacht. Investor und Stadt sind sich einig. Weitere 500 Arbeitsplätze mit bester Anbindung an die Infrastruktur könnten in Gera entstehen und gleichzeitig würde eine lange ungenutzte Brachfläche verschwinden. DENKSTE!

Eine Population von Eidechsen hat es sich auf der verwilderten Fläche bequem gemacht. Anstatt diese nun schnell und unbürokratisch umzusiedeln, werden Gründe gesucht, die Fläche als Biotop weiter den Eidechsen zu überlassen. Eine Arbeitsgruppe aus Stadträten und der Verwaltung wird extra ins Leben gerufen, um sich mit dem Thema zu befassen.

Abwägen, gesetzliche Spielräume nutzen und Möglichkeiten denken, suchen, finden und umsetzen sollte der Grundsatz für Entscheidungen sein. Natur- und Umweltschutz sind richtig und wichtig aber ohne Steuereinnahmen, die durch wertschöpfende Arbeit erwirtschaftet werden, fehlt auch dafür das Geld.

In einer strukturschwachen Region wie Gera sollte die Entscheidung: Eidechse oder Arbeitsplätze? nicht schwer fallen!

Fraktion Bürgerschaft Gera